06 Aug

Meine bisher wichtigsten Eingewöhnungs-Erfahrungen

Als neue*r Tagesmutter*vater starten heißt es für mich, die wichtigen Erfahrung so zu machen, dass ich daraus lerne. Und es vergeht tatsächlich kein Tag, an dessen Ende ich nichts wesentlich Neues hinzugelernt hätte. Sei es über die Wohnung, dem Grundsetting und Kernausrichtung, fehlende Elternbindung, sowie sehr starke Bindung handlen, aber auch Alters-, Mentalitäts-, Aktivitäts- und Kommunikationsunterschiede ausgleichen. Dabei permanente Energiezufuhr (Essen), abwechslungsreiches Lern*Erfahrungsprogramm organisieren.

Eingewöhnung Tagesmutter-Vater 1190 Wien Döbling

Meine ersten Learnings als männliche Tagesmutter

  1. Die eigenen Grenzen kennen, definieren, ggf. errichten und Leben!
  2. Wann ist das Vertrauen des Kindes stark genug für eine Trennung?
  3. Wie überbrücke ich als Betreuer notwendige Kinderkommunikation?
  4. Warum Kinder in Autonomie führen, auch ein Schritt zurück sein darf!

Die eigenen Grenzen kennen, definieren, ggf. errichten und Leben!

Mein erstes Tageskind mit gering ausgebildeter Impulskontrolle war für mich eine völlige Überforderung. Ich war, weder für so einen Fall Tageskind ausgebildet, noch war die daraus erwachsende Situation geeignet, darauf eine Gruppe aufzubauen. Die Eltern des Zweitplatzes sagten daher ab. Doch der „Gutmensch“ in mir wollte es schaffen. So kam es, dass ich dadurch meine inneren somatischen Grenzen erfahren durfte, die mich aus Selbstfürsorge zu meiner ersten größeren Grenzziehung motivierte. Das erste Kind war meiner erste ganz große Challenge, die mich mit meinen inneren und äußeren Grenzen als männliche Tagesmutter konfrontierten.

Aber auch bei Reservierungsvereinbarungen, sonstigen Grenzen der Bürokratie, Verbindlichkeit von Anfragen, persönlichem Kennenlernen in der Betreuungseinrichtung „Die Döblinge“, Vereinbarungen über die Stunden, Verdienstausfällen bei Zugeständnissen, was ein befristeter Anstellungsvertrag bedeutet, erstmaliger Kalkulation einer finanziell unmöglichen Selbstständigkeit, ging es in den Grundzügen um Erfahrungen der Grenzen innerhalb des Berufsbildes Tagesmutter*vater in Wien. Lessons learned würde ich sagen!

Wann ist das Vertrauen des Kindes in ein*n Betreuer*in stark genug für eine Trennung?

oder: bindungsorientierte Eingewöhnung

Weiterlesen

04 Aug

#webseidank – wir sind sozial eingebunden

Zitate_Soziale-Verbundenheit_MichaelRajivShah

#Webseidank habe ich gelernt, dass der Bogen zwischen persönlichen, beruflichen Blogparaden sehr sehr schwer zu spannen ist. #webseidank lud mich Lars Hahn nach meinem heiss diskutierten Posting auf Facebook in dem es um die Ausrichtung auf Gute Nachrichten, also weg vom Terror geht, einen Beitrag zur Blogparade von Annette Schwindt und Thomas F. Reis zu leisten. 

Am Thema vorbei, OK. Nicht achtsam genug gewesen, OK! Geschüttelt, selbst umarmen und selbst vergeben sind jetzt dran. Message gelernt, Fehler machen ist überall wichtig im Lernen. #webseidank

Mindbombing – die virale Nachrichtenverbreitung

Zunächst einmal lässt sich nicht leugnen, dass aktuelle Berichterstattung ausschliesslich auf Reichweite, Klicks und Viralität aus ist. Negative Inhalte schaffen viel mehr Erregung im Gehirn, als #GoodNews. Mindbombing (Begriff des Greenpeace-Gründers Robert Hunter) hat durch die Quantentechnik des Internet(z)es derart an viraler Macht hinzugewonnen hat, dass wir uns schwer entziehen können. Es sei denn wir treffen bewusste Entscheidungen dahingehend unsere Filterblase aktiv selber zu gestalten.

#webseidank wir sind verbunden

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wer ein Baby lachen hört fängt nach kurzer Zeit selber an zu lachen. Mancher Mutter, die eines weinen hört „schiesst augenblicklich die mentale Muttermilch ein“. Katzen-, Tier-, Baby- und Essenbilder auf Facebook & Co. lösen Feuerwerke an Begeisterung aus. Weiterlesen

17 Mai

Resilienz – das Stehaufmännchen der Vitalität

„Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen.“ Thomas Alva Edison (1847-1931)

Was ist Resilienz?

Die Resilienz kommt vom lateinischen [resilire], was soviel wie zurückspringen, abprallen, widerstandsfähig sein bedeutet. Ihr Gegenpol ist die Vulnerabilität, die von [lat. vulnus] „der Wunde“ abstammt und Verletzbarkeit, sowie Verwundbarkeit zum Ausdruck bringt.

Resilienz kann mit verschiedenen Blickwinkeln verwendet werden

  • In der Natur bezeichnet es die Fähigkeit eines Ökosystems, nach einer Störung zum Ausgangszustand zurück zu kehren
  • In der Soziologie die Fähigkeit von Gesellschaften, externe Störungen zu verkraften
  • Im Ingenieurwesen die Fähigkeit von technischen Systemen, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen
  • In Organisationen die Fähigkeit die Menschen in der Organisation und das System dazu zu befähigen, Vitalität und Belastbarkeit weiterzuentwickeln
  • In der Psychologie die Fähigkeit Konflikte, Niederlagen, schwere Verluste, Trennung, Lebenskrisen, Schicksalsschläge oder traumatische Erfahrungen zu meistern
  • siehe Weitere bei wikipedia

Resilienz und die Robustheit eines Systems wie dem Organismus

Grundsätzlich geht es um die Widerstandskraft, also der Robustheit eines individuellen Organismus, sowie dem übergeordneten Gesamtsystem. (z.Bsp. einer Organisation oder einer komplexen Technologie). Je nach oben genannten Blickwinkeln verändern sich Inhalte, doch das Grundprinzip sowie Vokabular bleibt gleich und bezeichnet immer die Fähigkeit Störungen zu trotzen bzw. Widerstandskraft gegenüber äusseren Einflüssen zu besitzen.

Sind Sie ein Stehaufmännchen?

Weiterlesen

Simple Share Buttons