28 Aug

Mut zur Berufung erfordert #MutzumJobWechsel

Zitate_MutzumJobwechsel_AlbertEinstein

Das Futability-Blog ruft zu einer Blogparade mit dem Titel #MutzumJobWechsel auf, die mich ins Grübeln bringt. Zum Thema Mut zum Jobwechsel kann der 3. Faktor des Vitalitätsrads „resilientes Arbeiten“, aber auch ich persönlich mit vielen gewechselten „Jobs“ meines 31 Jahre alten Joblebens beitragen! 

Hoppala, heisst es nicht Berufsleben, statt Jobleben?

Be-rufs-lebenUnsere Sprache hat es in sich. Wir nutzen verschiedene Worte, glauben es seien die Gleichen und vermischen Inhalte, die tatsächlich etwas ganz anderes bezeichnen. So findet Google 455.000 Ergebnisse zur Definition Berufsleben, aber nur 333 zur Definition Jobleben. Geht es um #MutzumJobWechsel, ist für mich die erste Frage, was bedeuten Arbeit, Job oder Beruf bzw. wie korrespondieren sie miteinander?

Was ist Arbeit laut Wikipedia?

Erwerbstätigkeit, Tätigkeit, mit welcher der menschliche Lebensunterhalt bestritten werden kann

Was heisst JOB?

Job (britisch: ˈdʒɔb, amerikanisch: ˈdʒɑːb) ist ein Anglizismus, mit dem in der Umgangssprache eine temporäre, eher kurzfristige Tätigkeit ohne besonderen Qualifikationsnachweis oder eine Gelegenheitstätigkeit von Personen zwecks Einkommenserzielung verstanden wird. Den Gegensatz zum Job bildet der Beruf und die Berufung (Amt). wikipedia

Wie grenzt man den BERUF vom JOB ab?

Ein Beruf ist die im Rahmen einer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung aufgrund besonderer Eignung und Neigung systematisch erlernte, spezialisierte, meistens mit einem Qualifikationsnachweis versehene, dauerhaft und gegen Entgelt ausgeübte Betätigung eines Menschen. Der Begriff ist abzugrenzen vom umgangssprachlichen Ausdruck Job, der eine Erwerbstätigkeit bezeichnet, die nur vorübergehend ausgeübt wird oder nicht an eine besondere Eignung oder Ausbildung gebunden ist.

Alles was Erwerbstätigkeit betrifft braucht m.E. Mut!

Arbeit-Job-BerufDa es bei Arbeit immer um Broterwerb geht und ein Wechsel der Arbeit eine Unsicherheit ist, braucht es m.E. immer Mut seine Erwerbstätigkeit zu wechseln. Ein Job als solcher ist jedoch von vorn herein darauf ausgerichtet vorübergehend zu sein, sodass schon die Wortwahl Job für eine Erwerbstätigkeit diese Unsicherheit mit einschliesst.

Wer „nur“ einen Job macht, anstatt einen Beruf zu haben, hat per Definition gar nicht das Ziel diesen Job langfristig zu halten. Allerdings kann jeder einzelne Job Teil seines Berufes bzw. seiner Berufung sein. Das Wirrwar unserer Sprache ist grösser als gedacht!

#MutzurBerufung kommt von be.rufen sein oder werden!

Ich persönlich habe schon immer das Gefühl gehabt zu etwas be.rufen zu sein. Wenig erscheint mir sinnloser, als ohne Berufung auf die Erde geboren worden sein? Dazu muss man wissen …

… dass ich genetisch aus zwei Kulturen (Deutschland und Indien) komme
… zwei Religionen (röm.-kath. und Jaina) praktiziert habe
… in Westdeutschland und Indien aufwuchs
… Westdeutschland der Start politischer Aktivitäten und Sozialarbeit war
… in Ostdeutschland eine Textilerkarriere begann
… nach Westdeutschland zurückgekehrt, wieder in den Vertrieb eintauchte
… um nach Österreich „berufen“ Karenzvater, Social Media Berater und Autor zu werden
… der jetzt als Dialoger bei Greenpeace jobbt

(die 3 Links dieses Abschnitts führen zu klasse Beiträgen anderer Blogparadenteilnehmer)

Lebenslandkarte - Michael Rajiv Shah

Lebenslauflandkarte von 1965 bis 2013 von Michael Rajiv Shah

#MutzurBerufung ist ein Warten darauf, dass Innen und Aussen passen

Die Jobbäumchen zu wechseln und das Alte loszulassen hat oft viel länger gedauert als nötig. Der #MutzumJobWechsel fehlte mir als überwiegend Selbstständiger (1991-1997, 2001-2015) oft, weil jeder Wechsel mit neuen Investitionen und dem Erlernen neuer Skills zu tun hat. Auch war ich immer fest davon überzeugt, dass mir das Leben Zeichen gibt, wenn ich zu etwas neuem be.rufen werde. Das längste Festhalten am Alten führte mich in meine grösste physische BurnOut Krise

Fazit-1: Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Realität

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Ein Job ist per Definition eine vorübergehende Erwerbstätigkeit. Das bedeutet, wer seine Arbeit als Job bezeichnet, programmiert der JobWechsel von vorn herein sprachlich vor. Andererseits entsteht langfristige Qualifikation nicht nur durch Wissenserwerb, sondern durch praktische Erfahrungen, die zwischen jedem JobWechsel gesammelt werden können.

Fazit-2: #MutzumJobWechsel ist mein Schritt zum „Mut zur Berufung“

Mir persönlich hat mein #MutzumJobWechsel von Job zu Job immer deutlicher gezeigt, worin meine Berufung besteht: Der Kommunikation transformativer Prozesse in unterschiedlichsten Branchen. Dabei ist jedes Mut fassen zum Jobwechsel zu einem Lernschritt auf dem Weg zur Berufung geworden.

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