12 Mai

Yes we (s)can! Die unsichtbare Spiritualität der re:publica #rp14

Stell Dir vor Du bist in einem (Zeit-)Raum, der Dir die Antworten auf Deine noch unausgesprochenen Fragen gibt. Das war MiSha’s re:publica 2014

Setting re:publica 3. Tag

Ich sitze in einem Vortrag. Wir, das Publikum und die Speakerin sind in einem realen Raum. Tat.technisch über Kopfhörer per Funk auf Empfang der Speakersignale eingestellt. Fast esoterisch anmutend, eine Hörkrücke um den Sound der Nachbarstage zu überbrücken. Das Thema: „The Art of Disruption Business“ oder anders: Die Kunst des Networkings der kreativen Grasroot Denker- und AktivistInnen. WOW, der Gang der globalen 68er und Ihrer Kinder durch die Instanzen haben kreative Standards des offenen Netzes und der Cyborginfrastrukturen gestaltet. Ideen wie Open Source und Creative Commons vs. copyright sind kreative Raumkinder, die aus den Grasroots stammen.

Into the Wild – re:publica 2014


In drei Tagen ist dies erst mein siebter Vortrag. Bezeichnend für meine re:publica 2014; Die Speakerin Tatiana Bazzichelli (Art of Disruption Business) spannt jetzt wo ich den Satz schreibe den Bogen zur ersten Key-Note der YES Men! Ihr kennt die YES Men nicht (Wikipedia!)? Grassroot Aktivisten vom Feinsten. Menschen, die durch perfekt inszenierte (Film-) Hoax und Fakesettings Weltkonzerne, Weltbanker, Weltverschwörungen und Weltverachtung spektakulär in Ihrer Einfältigkeit entlarven. Irre!

Ich hatte bei den YES MEN das Gefühl, selten so coole Rock- bzw. fast schon Roadmovie Filmstars in meinem Leben live gesehen zu haben. Dagegen war die erschütternd wichtige Rede zur Lage der Nation vom Irokesenhäuptling Sascha Lobo „nur“ starker germanischer Tobak. Aber tat.technich war auch Lobo mit meinem Feld der re:publica verbunden.

Der Gang durch die Instanzen

Der (# rp13 ) Lobo proklamierte am Tag 1 der #rp14 den auch heute assoziierten Gang durch die Instanzen! Kampf dem #Spähradikalismus, der #Sicherheitsesoterik, der #Totalüberachung und institutionalisierten #Spähangriffe der Herrschenden. Kampf um radikales staatliches Verhalten mit den Brandmarken zu titulieren, die ausdrücken worum es seit NSA Radikalismus geht.

Von der Erfindung der Wörter

Sprung in meinen achten Track am Tag 3 der #rp14. Wibke Ladwig @Sinnundverstand gibt das Stichwort, das sie mit Lobo verband. Worterfindungen und Sprache, wie o.g. Loboischen #Radikalismen und Wortschöpfungen, die bis hin zu esotöricht reichen. Mein tönendes Abschlusshighlight war eindeutig das #ponyhofgate! Wibke Ladwigs Sprach(r)evolution gipfelt in einem Humboldt Zitat, mit dem sie uns auffordert die Veränderung (mit) zu teilen.

Sprache ist ein Ausdruck der Verschiedenheit des Denkens

Poetisiert Euch!

poetisieren_wibke_ladwig_republica2014_rp14

Wibke Ladwig fordert, was mich als Wortliebhaber zutiefst berührt! Worte sind transformierte Gedanken und haben das Zeug dazu aus sich heraus neue Welten (& unendliche Geschichten) zu erschaffen.

Am Anfang war das Wort!

Der leibhaftige David Hasselhoff wurde nicht nur das am meisten betwitterte Thema dieser re:publica, er spannte auch einen Wortbogen zur Knight Rider Drehbuchfiction der 80er Jahre. Damalige Fiction des K.I.T.T., des selbstfahrenden und sprechenden Autos ist längst technische Realität. Für mich war Hasselhoff das Sinnbild wahrgewordener Fiction. Manch Session lud dazu ein neue Fictionen zu entwickeln. 😉

Manipulation hautnah erleben!

Wer systemisch arbeitet weiß, dass Vorträgen zuhören, Bücher lesen und intellektuelles Wissen sammeln nicht reichen, um Veränderungen und neues Handeln zu bewirken. Konsequenzen eines Lobotrittes wirken viel besser, wenn man den fast perfekten #Googlenest Fake erlebt hat, den das Peng! Collectiv in bester Yes Men Manier über uns ergoss.

@NPapendorf meinte die Show sei wie ein LSD-Trip. Genau, ein heilsamer LSD Trip. Niemand im Raum konnte wirklich von sich behaupten, den #googlenest Productfake eindeutig entlarvt zu haben bzw. nicht einem Bären aufgesessen zu sein.

Verfallsdatum der JETZT-ZEIT

Tag 3, mein letzter Vortrag vor der Westdeutschlandfahrt mit @DerLarsHahn. Kixka aus Hamburg bringt den Showdown zur gewünschten Rückbesinnung in eine Zeit in der Informationen über Menschen mangels digitaler Abbildung noch vergessen werden konnten. Mit 88.974 Tweets war die re:publica so laut wie noch nie und doch ist ein Verfallsdatum fixiert. Kixka zeichnet ein Bild neuer Applikationen, deren Wert im vorherbestimmbaren Verfall einer Information liegt. Die re:publica 2014 ist zu Ende.

Stille und Nachlese

Weitere Blogbeiträge, die mich berührt haben:

Ein Gedanke zu „Yes we (s)can! Die unsichtbare Spiritualität der re:publica #rp14

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